Preisentwicklung 2007
Tendenz Tessin: Der gröste
Teil der Produzenten setzt auf Stabilität. Die Ausnahme bilden jene Winzer, die
seit Jahren keinen Preisaufschlag vorgenommen haben und sich nun wegen
Kostensteigerungen bei Verpackungen, Transport und Treibstoff in Zugzwang sehen. Spekulative Aufschläge sind nur
vereinzelt zu bemängeln.
Tendenz Europa: Der Höhenflug des €uro schlägt bei den Preisen durch;
gegenüber Januar 2006 hat sich der Valuta-Wert um über 8% erhöht, während der
Schweizer Franken an Wert verloren hat. Ferner kommen in verschiedenen Ländern
neue Lenkungsabgaben zum Tragen. Die Weine aus dem €uro-Raum haben angezogen.
Tendenz weltweit: Die Weinerzeuger rund um den Globus setzen alles daran, ihre
Preise durch Kostenbewusstheit stabil zu halten. Bloss in der Gruppe der
exklusivsten Gewächse ist die Entwicklung exzessiv. Dahinter stehen oft
branchenfremde Investoren, die nichts als Rendite im Auge haben. Leider sind
davon viele Güter von Weltrang betroffen. Auch das Ausweichen auf Nebenwerte
ist schwierig geworden, da unter der Fuchtel kruder Finanz-Manager häufig kein
anderer Ausweg bleibt, als zu industriellen Methoden zu greifen. Daraus ergibt
sich ein erheblicher Authentizitäts-Verlust.
Beurteilung:
Das Preis-Niveau in der Schweiz ist weitgehend gesund. Europäische Gewächse
haben sich verteuert, sind aber insgesamt realistisch geblieben. Die Top-Namen
der Welt haben sich zu eingentlichen Labels entwickelt und sind in vielen
Fällen von jeder Realität abgekoppelt.
Daraus ergibt sich ein klares Verdikt:
Schweiz – nach wie vor attraktiv
Europa – realsistsich bis teuer
Weltmarken – abgehoben